Kreditkarte kündigen: Muster als pdf kostenlos downloaden

Es gibt viele Gründe dafür eine Kreditkarte zu kündigen. Ein denkbarer Grund könnte sein, dass man einfach keine Kreditkarte mehr braucht. Häufiger wird eine Kreditkarte jedoch gekündigt, weil man beispielsweise bei einem Kreditkartenvergleich auf eine Karte gestoßen ist, die dem individuellen Bedarf besser entspricht als die alte. Immer mehr Herausgeber werben mit speziellen Konditionen wie Gebührenfreiheit, Bonusprogrammen oder einer Cashback-Funktion. Auch die Wahl einer Partnerkreditkarte kann ein Grund für die Kündigung der alten Kreditkarte sein. Um unnötige Kosten zu sparen und den Kündigungsprozess so einfach wie möglich zu gestalten, müssen bei der Kündigung einige Punkte beachtet werden.

Wer kann kündigen?

Eine Kreditkarte kann von beiden Seiten gekündigt werden. Zur Kündigung berechtigt ist also sowohl der Inhaber selbst als auch der Herausgeber der Karte. Im Normalfall ist das die Bank oder Sparkasse. Will man als Inhaber selbst die Kreditkarte kündigen, kann man das am einfachsten mit einer Kreditkarte kündigen Vorlage tun. Der Inhaber ist nicht verpflichtet, einen Grund für die Kündigung anzugeben. Vom Herausgeber kann die Kreditkarte nur dann gekündigt werden, wenn der Kunde die Sorgfaltspflicht missachtet hat. Zum Beispiel darf man als Inhaber die PIN der Karte keinem anderen mitteilen.

An wen ist das Kündigungsschreiben zu richten?

Generell gilt: Egal ob VISA oder MasterCard, der Kreditkartenvertrag muss immer dort gekündigt werden, wo man ihn abgeschlossen hat. Üblicherweise ist das die Bank oder Sparkasse als Herausgeber der Kreditkarte. Es gibt aber auch die Möglichkeit, eine Kreditkarte direkt bei der Kreditkartengesellschaft zu beantragen. In diesem Fall ist die Gesellschaft selbst der Herausgeber der Karte, und man richtet das Kündigungsschreiben entsprechend an die jeweilige Gesellschaft.

Gibt es eine Kündigungsfrist zu beachten?

Alle Kreditkarten haben eine begrenzte Gültigkeitsdauer. Das Ablaufdatum liegt am Monatsende und ist auf der Kreditkarte mit Monats- und Jahresangabe (M.M./J.J.J.J.) vermerkt. Kündigt man die Kreditkarte nicht, verlängert sich die Gültigkeitsdauer meist automatisch um ein weiteres Jahr. Kurz vor Ablauf der alten Kreditkarte erhält man entsprechend per Post eine neue Kreditkarte mit neuem Ablaufdatum. Das bedeutet, dass die meisten Banken und Sparkassen auf eine spezielle Kündigungsfrist verzichten. Ist das der Fall, kündigt man üblicherweise einfach „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ oder zum Ende des laufenden Monats.

Gerade bei gebührenpflichtigen Kreditkarten empfiehlt es sich jedoch nicht, sie noch vor Ablauf der Gültigkeitsdauer zu kündigen. Die Bank ist bei einer vorzeitigen Kündigung nicht verpflichtet, die gegebenenfalls schon bezahlte Jahresgebühr für die Kreditkarte zurückzuerstatten. Kündigt man also vor Ablauf der Gültigkeitsdauer, kann es sein, dass man auf der Jahresgebühr sitzen bleibt. Es gibt aber auch Banken, die auf einer Kündigungsfrist bestehen. Diese Frist beträgt dann üblicherweise drei Monate. Wann genau man in diesem Fall kündigen muss, ob zum Ende des Monats, des Quartals, des Jahres oder zu einem anderen Stichtag, kann man den Vertragsbedingungen entnehmen./

Kreditkarte wechseln: Welche Möglichkeiten gibt es?

Banken und Sparkassen überbieten sich bei Kreditkarten ständig mit neuen, noch besseren Angeboten. Ähnlich wie bei einem Mobilfunkvertrag kann es sich deshalb durchaus lohnen, immer mal wieder zu prüfen, ob die alte Kreditkarte noch auf dem neuesten Stand ist. Ein Kreditkartenwechsel ist dann sinnvoll, wenn man feststellt, dass die Konditionen der alten Kreditkarte überholt sind bzw. es mittlerweile Kreditkarten mit vorteilhafteren Konditionen gibt.

Hat man sich für einen Kreditkartenwechsel entschieden, gibt es zwei Möglichkeiten.

Erstens: Man wechselt nur die Kreditkarte, nicht aber den Herausgeber. In diesem Fall bleibt einem die komplette Kündigung der alten Kreditkarte erspart. Allerdings ist man dafür in der Auswahl der neuen Karte eingeschränkt.

Zweitens: Man wechselt Karte und Herausgeber. Entscheidet man sich für diesen Weg, kommt man um die komplette Kündigung der alten Kreditkarte nicht herum. Andererseits hat der Wechsel nicht nur der Karte, sondern auch des Herausgebers einen entscheidenden Vorteil. Bei der Wahl der neuen Kreditkarte hat man die freie Auswahl aus allen Kreditkartenangeboten des Marktes. Man ist also nicht an das Angebot eines bestimmten Herausgebers gebunden.

Grundsätzlich sollte man bei einem Wechsel auf Folgendes achten: Erst die neue Karte beantragen, danach die alte Karte kündigen. Hält man diese Reihenfolge nicht ein, kann es sein, dass man einige Zeit über keine Kreditkarte verfügt, denn das Versenden der neuen Karte kann etwas dauern.

Kündigung Kreditkarte: Was muss ins Formular?

Beim Kündigungsschreiben muss man bestimmte Formalia beachten, damit die Kündigung schnell abgewickelt werden kann und der Prozess nicht unnötig verkompliziert wird.

Folgende Daten sollten unbedingt in das Formular aufgenommen werden:

  • persönliche Daten und Adresse
  • Adresse des Empfängers
  • Kreditkartennummer, ggfs. auch Kundennummer
  • Kündigungszeitpunkt
  • Bitte um schriftliche Bestätigung der Kündigung
  • persönliche Unterschrift

Hat man der Bank oder Sparkasse eine Einzugsermächtigung erteilt, beispielsweise für den Einzug der Kreditkartengebühr, muss der Vordruck außerdem um einen Widerruf der Einzugsermächtigung ergänzt werden. Sollte man sich darüber hinaus nicht sicher sein, ob man die alte Karte selbst vernichten muss oder ob das die jeweilige Bank übernimmt, kann man die Karte dem Schreiben einfach mit der Bitte um Vernichtung beifügen. Befindet sich auf dem Kreditkartenkonto noch Guthaben, sollte man es mit einer Bitte um Auszahlung des Guthabens auf ein weiterhin bestehendes Konto zurückfordern. Andererseits ist der Inhaber der Kreditkarte aber auch dazu angehalten, etwaige Schulden auf dem Kreditkartenkonto zu begleichen. Bei einer Kündigung muss das Kreditkartenkonto zum angestrebten Kündigungstermin ausgeglichen sein, sonst ist die Kündigung nicht durchführbar.