65. Geburtstag der Kreditkarte

Egal, ob im Urlaub, beim Einkaufen oder auch im Restaurant: Aus dem Leben vieler ist die Kreditkarte heute nicht mehr wegzudenken. Allein in Deutschland sind derzeit 28,7 Millionen Karten im Umlauf. Schon 1950 startete die Kreditkarte ihre beispiellose Karriere, indem sie erstmals bargeldloses Bezahlen möglich machte. An ihrer Weiterentwicklung wird stetig gearbeitet. So wollen Kreditunternehmen nun das kontaktlose Bezahlen am Markt etablieren.

Entstehung der Kreditkarte

Zwei KreditkartenIhre Erfindung hat die Kreditkarte im Grunde einem Zufall zu verdanken. Der New Yorker Geschäftsmann Frank McNamara hatte 1949 bei einem Essen im Restaurant sein Portemonnaie vergessen, woraufhin ihm seine Frau zu Hilfe eilen musste. Um danach nie wieder in eine derartige Situation zu geraten, gründete er ein Jahr später mit einem Geschäftsfreund den Diners Club.

Die Idee war, in verschiedenen Restaurants mit einer Art Visitenkarte zu zahlen und die Kosten später gegenüber dem Kartenunternehmen zu begleichen. Zu Beginn konnten so rund 200 wohlhabende Amerikaner in 27 Restaurants ihre Rechnungen bargeldlos bezahlen. Schon Ende 1950 waren jedoch bereits 20.000 Karten vergeben.

Hohe Jahresgebühr oder kostenlose Kreditkarte?

Bis zum heutigen Tag sind die Angebote der Unternehmen Diners Club und American Express vor allem für Geschäftskunden und Vielreisende attraktiv. Sie bieten beispielsweise besondere Tarife für Hotels und Mietwagen oder Entschädigungen bei Flugverspätungen. Dafür fallen natürlich oft hohe Jahresgebühren an.

Die beiden größten Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa legen ihren Fokus dagegen meist auf niedrige Kosten. Es gibt eine Reihe dauerhaft kostenloser Kreditkarten, die ihren Nutzern trotzdem Boni und Sonderrabatte bieten. So ist es zum Beispiel auch mit diesen meist möglich, im Ausland zu bezahlen oder dort kostenfrei Bargeld abzuheben.

Verschiedene Arten der Kreditkarte

Die in Deutschland am weitesten verbreitete Kreditkarte ist die so genannte Charge-Karte, die viele Banken oft in Verbindung mit einem Girokonto vergeben. Das mit der Karte ausgegebene Geld wird zu einem festgelegten Zeitpunkt per Lastschrift vom zugehörigen Konto abgebucht. Durch diese Funktionsweise wird verhindert, dass das geschuldete Geld nicht rechtzeitig zurückgezahlt wird und deshalb hohe Kreditzinsen anfallen.

Noch sicherer sind Debit- und Prepaid-Kreditkarten. Alle Zahlungen, die mit Debit-Karten geleistet werden, werden direkt vom Konto abgebucht, während Prepaid-Karten zunächst erst einmal aufgeladen werden müssen, um überhaupt ein Guthaben zur Verfügung zu haben. Mit beiden Arten der Kreditkartenzahlung ist es unmöglich, überhaupt einen Kredit in Anspruch nehmen zu müssen.

Davon ausgehend stellen im Grunde nur Revolving-Karten „richtige“ Kreditkarten dar. Mit diesen haben Kartenbesitzer die Möglichkeit, ihre geleisteten Zahlungen nicht auf einmal begleichen zu müssen, sondern in Raten abzustottern. Folge davon sind natürlich anfallende Kreditzinsen, die der Nutzer bei seiner Entscheidung für die Ratenzahlungen bedenken sollte.

Die Zukunft der Kreditkarte

Entgegen einiger Vorhersagen ist nicht davon auszugehen, dass die Zeit des Plastikgeldes abgelaufen ist. In Zeiten des Online Shoppings haben die Kreditkartenumsätze in den letzten Jahren stark zugenommen. Kreditkartenunternehmen investieren zudem in die Zukunft und treiben die kontaktlose Bezahlmethode voran. Damit soll es möglich sein, kleinere Rechnungen von bis zu 25 Euro zu begleichen, indem die Karten einfach vor ein Lesegerät gehalten werden.

Die Anschaffung einer Kreditkarte bringt in jedem Fall einige Vorteile und hohen Komfort. Die Gefahr einer Verschuldung kann durch die Wahl einer Charge-, Debit- oder Prepaid-Karte umgangen werden. Auch hohe Jahresgebühren müssen heutzutage längst nicht mehr sein. Die passende kostenlose Kreditkarte für alle individuellen Bedürfnisse findet man am besten in einem direkten Kreditkarten-Vergleich.

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