BIN-Code: Was er ist und wozu er gebraucht wird

Der Besitz einer Kreditkarte bringt meist einige Vorteile mit sich: Sie kann eine bequeme Zahlungsalternative zu Bargeld darstellen, außer Landes häufig problemlos verwendet und ihre Daten in vielen Fällen als Zahlungssicherheit hinterlegt werden, wie es beispielsweise bei der Nutzung eines Leihwagens im Ausland üblich ist. Ihrem Namen entsprechend, haben die meisten Kreditkarten auch einen tatsächlichen Kreditrahmen, da die Zahlung der Einkäufe in der Regel unmittelbar nach dem Kauf erfolgt, aber erst nach einigen Wochen vom Girokonto abgebucht wird. Daher sind Kreditkartenbesitzer sehr daran interessiert, dass die Nutzung der Kreditkarte mit vielen Sicherheiten verbunden ist. Um diese zu gewährleisten, verwenden Kreditinstitute zur Erkennung der Kreditkarte und dessen Inhaber unter anderem sogenannte BIN-Codes.

Was ist ein BIN-Code?

Der BIN-Code wird auf der Kreditkarte in Form von Ziffern dargestellt. Er ist eine spezielle Identifikationsnummer, die von Bankunternehmen in der Regel zur Erkennung von Kreditkarten genutzt wird. „BIN“ steht hier als Abkürzung aus dem Englischen für „Bank Identification Number“. BIN-Codes werden verwendet, damit Geldautomaten Kreditkarten durch das sogenannten Routing innerhalb ihres Netzwerkes erkennen können. Aufgrund des BIN-Codes findet des weiteren eine Zuordnung des Kartentyps statt, außerdem gibt er Auskunft über das dazugehörige Bankunternehmen. Ist der BIN-Code einer Karte falsch oder nicht aktuell, wird der Geldautomat in der Regel kein Bargeld ausgeben.

BIN-Code Kreditkarte: Hier ist er zu finden

Es wird aufgezeigt, wo sich der BIN-Code auf einer Kreditkarte befindet.

Wer auf der eigenen Kreditkarte nach dem BIN-Code sucht, wird möglicherweise nicht sofort fündig – denn dieser versteckt sich ein bisschen. Er befindet sich nämlich in den ersten sechs Stellen der 14- bis 16-stelligen Kreditkartennummer. Diese wird auf allen Kreditkarten auf der Vorderseite eingeprägt.

Wie setzt sich ein BIN-Code zusammen?

Die meisten Geldinstitute bieten verschiedene Arten von Kreditkarten an. Daher ist es häufig üblich, dass eine Bank unterschiedliche BIN-Codes verwendet. Die ersten vier Ziffern der BIN identifizieren in der Regel das Kreditinstitut, das die Karte ausgegeben hat sowie ihre Bank. Ein Beispiel:

  • Visa = 4
  • MasterCard = von 51 bis 55
  • American Express = 34 oder 37

Diesen Ziffern folgt in der Regel wiederum eine ID-Nummer der jeweiligen Bank. Die fünfte Ziffer enthält Informationen über den Kreditkartentyp, also darüber ob sie beispielsweise eine Standard- oder Goldkarte ist. Die sechste Ziffer gibt in der Regel an ob es sich um eine Hauptkarte, Zweitkarte, Partnerkarte oder Firmenkarte handelt. Für den Inhaber einer Kreditkarte hat der eigene BIN-Code prinzipiell wenig Aussagekraft, im Allgemeinen erfüllt die BIN aber eine wichtige Funktion hinsichtlich des Zahlungsverkehrs.