Chinesische Kreditkarten für russischen Oligarchen

Als Reaktion auf die Sanktionen, die gegen sie verhängt wurden, haben russische Oligarchen jetzt damit begonnen, selbst Maßnahmen zu ergreifen, um ihren Besitz zu sichern. Der Öl-Milliardär Timtschenko orientiert sich dabei an Putin, der bei staatlichen und privaten internationalen Finanzkooperationen jetzt auf Asien – vor allem China – setzt.

Timtschenko hat angekündigt, seine ca. 14 Milliarden Dollar jetzt auf verschiedene chinesische Kreditkarten zu verteilen und beschloss, seine amerikanischen Karten zukünftig nicht mehr nutzen zu wollen, um sein Vermögen abzusichern. Er war einer der ersten, die von den US-Kreditkarten-Sanktionen gegen russische Privatpersonen betroffen waren. Die USA und auch die EU weiteten diese Sanktionen mittlerweile auf Stufe 3 aus; d.h., dass ganze Wirtschaftszweige aus dem Dollar-Finanzsystem ausgeschlossen werden.

Können die Sanktionen gegen Russland den Dollar stärken?

Victoria Nuland, die US-Diplomatin und Sonderbeauftragte für (Ost-)Europa, bezeichnet den Finanzkrieg als „neues Instrument der US-Außenpolitik“. Die Schaffung einer Marktunsicherheit sei ein „Skalpell“ dieser Außenpolitik. Die dazugehörige Operation besteht darin, dass die Risikoprämien für Investitionen in Russland steigen, der Wert des Rubels sinkt und das russische Wachstum gedämmt wird. Die USA wollen die Vorherrschaft des Dollars sichern – wenn nötig, durch Sanktionen und einem dadurch entstehenden Wirtschaftskrieg gegen Russland.

Ziele der Sanktionen sind vor allem Banken, Energie und Bergbau sowie die Komfort-Zonen der Oberschicht, die von den eingeschränkten Kreditkarten-Anwendungsmöglichkeiten stark bedroht sind. Nuland erklärte, dass sich diese Sanktionen langfristig auf Putins geopolitische Strategie auswirkten und die Reaktion der Märkte der wichtigste Anhaltspunkt sei. Da die Moskauer-Führung laut Aussagen westlicher Politiker nicht auf Annäherungsversuche und Kompromisse eingeht, wurden weitere Sanktionen eingeleitet und die russischen Staatsbanken von internationalen Kapitalströmen abgeschnitten.

Die Ukraine-Krise macht sich indes bereits in Russlands Wirtschaft bemerkbar. Das vom IWF geschätzte Wachstum des Bruttoinlandsprodukts sank von April bis Juli von 1,3 Prozent auf 0,2 Prozent. Für das kommende Jahr rechnet der Internationale Währungsfonds nur noch mit einem Prozent Wachstum.

Hierzulande muss sich aktuell niemand (finanzielle) Sorgen wegen der bestehenden und angekündigten Sanktionen machen. So sind die präsenten Kreditkartengesellschaften in Deutschland weiterhin stabil und die Auswahl unserer recherchierten kostenlosen Kreditkarten im Vergleich besicht durch ein Maximum an Sicherheit.