Warum werden Kreditkarten vor allem nachts bestellt?

„Ein Unterschied wie Tag und Nacht“ heißt es. Das gilt wohl auch für Kreditkartenkäufe, wie das Digital-Unternehmen Rocket Fuel jetzt in einer repräsentativen Studie feststellte. Der Marketing-Dienstleister befragte im Dezember 2013 online über 750 Verbraucher ab 18 Jahren zu Vorlieben, Nutzungsgewohnheiten und der Historie hinsichtlich ihrer Kreditkarten und ihrem Umgang mit Mobile Banking.

Vor allem am Wochenende und – verwunderlich – spät in der Nacht erreichen die Abschlussraten von Verbrauchern bei Finanzdienstleistungs-Kampagnen für Kreditkarten, Girokonten oder Depots einen erstaunlichen Höchststand. Dies ist insbesondere zu den ungewöhnlichen Zeiten zwischen 0:00 Uhr und 6:00 Uhr der Fall. Auch wenn dieser Trend an sich nicht negativ ist, möchten wir raten, Finanzprodukte wie Kreditkarten nur zu Zeiten von voller Konzentration abzuschließen. Tests wie ein Kreditkartenvergleich können zudem helfen, sich im übernächtigten Zustand nicht von zu reißerischen Werbekampagnen blenden zu lassen.

Die Zukunft ist digital

Auch im Kreditkartenbereich zeigt sich, dass sich der Alltag mehr und mehr ins Internet verlagert. Nahezu jeder zweite Befragte wurde laut der Studie online auf die Kreditkarte aufmerksam, die er erwarb und nutzt. Nur 34% Prozent gaben an, dass sie offline die Kreditkarte entdeckten, die sie seit drei oder weniger Jahren besitzen. Es ist anzunehmen, dass diese Entwicklung in den nächsten Jahren noch stark zunehmen wird.

Kreditkarten werden immer beliebter

Über ein Drittel der befragten Verbraucher wollen zukünftig „auf jeden Fall“ oder „wahrscheinlich“ eine Kreditkarte beantragen. Bei gut betuchten Konsumenten, ist dies um rund 50 Prozent wahrscheinlicher als bei Leuten, die nach eigenen Angaben finanzielle Engpässe fürchten. Dabei ist noch immer eine gewisse Skepsis gegen Kreditkarten zu verspühren, die auch ohne aktive Nutzung monatliche Gebühren kosten. Auf unserer Seite werden sie jedoch bewusst nur mit gebührenlosen Angeboten konfrontiert.

Jahresgebühr ist Kür

Und wichtigstes Kaufkriterium. Jedenfalls achten die Verbraucher bei der Auswahl einer Kreditkarte vor allem auf die jährlich anfallende Gebühr. Bei geringerem Haushaltseinkommen steht der Kundenservice an zweiter Stelle, ansonsten sind auch Prämien ein wichtiges Kriterium. Eher unwichtig war bei der Bewertung allgemein das Kreditlimit.

Banking macht mobil

Mehr als die Hälfte der Befragten nutzen eine mobile App fürs Online Banking und andere Finanzdienstleistungen. Die Mehrheit der App-Nutzer verwendet sie allerdings ausschließlich, um Rechnungen zu begleichen oder den Kontostand zu überprüfen. Person-to-Person Payments oder virtuelle Wallets sind und bleiben wohl auch immer noch eher unbeliebt.