Kreditkartenzahlungen bald günstiger für Händler

Gute Nachrichten für den Einzelhandel: Die EU deckelt im neuen Jahr die Höchstgrenze der Gebühren die Banken für Kreditkartenzahlungen von den Händlern verlangen dürfen. Dies soll den Einzelhandel entlasten, wird aber auch für den Verbraucher Vorteile haben.

Entlastung für Händler

Wenn ein Kunde per Kreditkarte im Laden bezahlt, muss der Händler dafür eine Gebühr bezahlen, die sogenannte Interchange-Gebühr. Diese wird dafür erhoben, dass die Bank des Händlers mit der Bank des Kunden interagiert. Für Händler bedeutet dies eine Reduzierung des Gewinns, was sich auf Kunden in Form höherer Endverbraucherpreise niederschlägt.

Außerdem führte die Höhe der Gebühr auch dazu, dass manchen Läden überhaupt keine Möglichkeit zur Kreditkartenzahlung angeboten wurde. Große Lebensmitteldiscounter wie z.B, Aldi, weigern sich aktuell diese Gebühren zu tragen und auch viele kleine Läden wollen sich die Gebühren nicht leisten.

Wird diese Gebühr, die Banken erheben, nun gedeckelt, darf also ein gewisser Prozentsatz nicht mehr übschritten werden. Dann profitiert zunächst der Händler davon, denn er hat eine größere Gewinnmarge. Diese kann und wird er dann absehbar auch wieder an die Kunden weiter geben. Außerdem dürfte sich die Akzeptanz von Kreditkarten im Einzelhandel verbessern.

Nachteile für Mobile Payment

Für das neu aufkommende Mobile Payment könnte sich die Gebührendeckelung allerdings als Hemmschuh herausstellen. Da bei Zahlungen mit dem Smartphone die jeweiligen Betriebssystem-Anbieter ebenfalls Gebühren erheben. So verdient auch Apple an Zahlungen die mit dem iPhone und Apple Pay gemacht werden.

Das heißt, dass die geringen Gebühren dann zwischen Banken und Anbietern alternativer Zahlungsmethoden aufgeteilt werden müssen. Gut möglich, dass folglich Gebühren an den Endnutzer weiter gegeben werden, um diese Verluste auszugleichen. Und das wiederum macht die Bezahlmethode mit Smartphone weitaus unattraktiver als mit Kreditkarten.

Kunden profitieren

Die Banken sind bisher wenig begeistert von der neuen Richtlinie. Schließlich verlieren sie ein lukratives Nebengeschäft. Kunden können sich aber freuen: Bald kann man noch leichter mit Kreditkarte zahlen, denn auch die Mindestbeträge für Kreditkartenzahlungen dürften sinken. Und wer Angst vor steigenden Kreditkartengebühren hat, entscheidet sich einfach für eine kostenlose Kreditkarte, bei der dauerhaft auf Jahresgebühren verzichtet wird.

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