Prepaid-Kreditkarte

Im Grunde genommen sind Prepaid-Kreditkarten nichts anderes als Guthaben-Karten. Auf ihnen kann nämlich ein bestimmtes Guthaben geladen werden, welches dann zum Einkaufen im Internet genutzt werden kann. Ist die Karte leer, kann sie jederzeit wieder aufgeladen werden. Sie kann aber nicht wie eine normale Kreditkarte quasi unbegrenzt genutzt werden und überzogen werden. Der eigentliche Kredit ist also nicht möglich.

Das hat zwar den Vorteil der totalen Kostenkontrolle und es erleichtert das Einkaufen auch für Personen, die für eine normale Kreditkarte aus Sicht der Kreditinstitute nicht infrage kommen, wie zum Beispiel Studenten oder Arbeitslose. Doch die Prepaid-Karten haben auch einige Nachteile von denen der wohl Größte ist, dass sie nicht überzogen werden können. Außerdem kostet die Nutzung der Karte mitunter Gebühren, die je nach Anbieter sehr unterschiedlich ausfallen können.

Neue Pfändungsgrenzen schützen Schuldner

Was ein weiteres Problem war, zumindest bis zum Jahr 2010, waren die fehlenden Pfändungsgrenzen. Hatte also ein Prepaid-Kartenbesitzer Schulden, so konnte das Geld bis auf den letzten Cent von der Karte abgezogen werden und zurück blieb ein Schuldner mit wortwörtlich leeren Taschen. So etwas war bei einer normalen Kreditkarte niemals möglich, denn dort gab es Pfändungsgrenzen bis zu einem gewissen Betrag, der dem Schuldner zum Leben gelassen werden musste. Da Betroffene schon lange auf diese Mängel aufmerksam gemacht hatten, wurde dann ab 2012 eine neue Regelung erlassen, nach der auch Prepaid-Kreditkarten nicht bis auf den letzten Cent leer geräumt werden dürfen, auch bei ihnen gilt jetzt eine Pfändungsgrenze.

Insgesamt sind die Prepaid-Karten eine nette Guthaben-Variante zum unkomplizierten und sicheren Einkaufen im Internet, sie haben allerdings sonst kaum einen Nutzen und ersetzen deshalb eine normale Kreditkarte kaum.