Putin Card – Die russische Kreditkarte sorgt für Diskurs

Die russische Flagge

Wegen des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine hat die USA nun Sanktionen gegen wichtige russische Personen verhängt. Zwei davon sind die Brüder Arkadi und Boris Rotenberg, welche die SMP Bank kontrollieren. Betroffen sind von den Sanktionen auch die Banken.

Visa Card und MasterCard hatten ihre Zahlungen an russische Bankkunden der SMP Bank, sowie der Rossija Bank, welche der russischen Regierung nahe stehen soll, sowie deren 100% Tochtergesellschaft Sobinbank eingestellt. Dies bedeutete für russische Bankkunden, dass Sie die Visa Card oder MasterCard weder beim Onlineshopping, noch beim Auslandsaufenthalt einsetzen konnten. Laut den Banken geschah dies ohne jegliche Vorwarnung. Die Banken und die Regierung versuchten die verärgerten Kunden zu beruhigen.

Um die betroffenen Bankkunden wenigstens mit Bargeld versorgen zu können, erhielt die Rossija Bank, auf Anordnung Putins, Unterstützung der russische Nationalbank. Auch Putin persönlich hatte mitgeteilt, ein Konto bei der Rossija Bank eröffnen, um dort Geld einzuzahlen, mit dem die Bank arbeiten kann.

Zudem hat Putin, um die finanzielle Unabhängigkeit Russlands zu sichern, angekündigt, eine russische Kreditkarte auf den Markt zu bringen. Diese Mitteilung zur putin card machte das Staatsoberhaupt bereits Ende März. Die Sperre von Visa und MasterCard gegenüber russischer Kreditkarteninhaber wurde zwar bereits vor ein paar Wochen wieder aufgehoben, die Kreditkarte Russland ist allerdings immer noch Gesprächsthema.

MasterCard und Visa Card sorgen sich angesichts der Putin Kreditkarte um zukünftige Umsatzeinbrüche.

Das letzte Quartal stiegen die Umsätze von MasterCard aufgrund der Konsumfreudigkeit der anderen Ländern jedoch an. Die etwa zwei Prozent, die der russische Markt bisher ausmachte, hatten bisher also noch nicht diese Bedeutsamkeit. Auf lange Sicht ist jedoch anzunehmen, dass sich bei einem Wegbrechen des russischen Kreditkartenmarktes Auswirkungen bemerkbar machen werden. Einige Russen besitzen ein sehr großes Vermögen, weshalb folglich das Transaktionsvolumen bei Visa sinke. Als Beispiel für die positiven Aussichten einer „putin card“, führt Russlands Präsident Putin China an, wo die Finanzierung im eigenen Land sehr gut klappt. So soll die Kreditkarte Russland letztlich stärken.

Schon jetzt hat Russland Konsequenzen für die Kreditkartengesellschaften festgelegt, welche ab 1. Juli gelten sollen. Ausländische Kreditkartenanbieter müssen dann zwei Tagesumsätze als Kaution bei der russischen Zentralbank hinterlegen, um in Russland Geschäfte machen zu dürfen. Laut USA zeigten die Sanktionen gegen Russland Anfang Mai allerdings auch Wirkung. Russland war von Kapitalflucht betroffen, der Aktienmarkt fiel und die Kreditzinsen stiegen rasant.

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