Urlaubszeit: Auf diese Kostenfallen müssen Sie achten!

Es ist Urlaubszeit und Millionen Deutsche reisen ins Ausland. Dort sind nicht nur das Wetter und die Küche anders: Auch beim Shopping müssen sich Bankkunden auf besondere Gebühren einstellen, wenn sie sich fern der Heimat aufhalten und über keine kostenlose Kreditkarte verügen. Damit die lange herbeigesehnten Urlaubsfreuden nicht durch eine horrende Spesenabrechnung getrübt werden, sollten Verbraucher sich schon vor der Abreise darüber informieren, wo Kosten zu erwarten sind und wie sich hohe Bankgebühren vermeiden lassen.

Frau nach Shopping mit Kreditkarte in Urlaubszeit

Ohne Kreditkarte geht im Urlaub oft nichts: Sei es die Buchung von Hotels. eines Mietwagens, der Einkauf in einem Shopping-Center oder die Bargeldabhebung für die Tour durch Bars und Diskotheken – eine Visa Kreditkarte oder eine MasterCard sind auf Reisen unentbehrlich. Besonders Urlauber, die sich außerhalb der Europäischen Union aufhalten, sind gut beraten, mindestens eine Kreditkarte mitzunehmen. Experten raten mittlerweile sogar zur Zweitkarte, damit auch im Falle eines Verlust oder einer Sperrung durch die Bank die Urlaubsfreuden nicht getrübt werden. Im Ausland können jedoch ganz erhebliche Kosten anfallen, wenn die Kreditkarte eingesetzt wird. Bankkunden sind oft entsetzt, wenn sie nach der Heimkehr einen Blick auf ihre Abrechnung werfen und Belastungen von mehr als hundert Euro finden, die ausschließlich auf Spesen für die Bank entfallen.

Das kostet im Urlaub Geld

Wer im Urlaub mit der Karte bezahlt, muss bei sehr vielen Banken ein so genanntes Auslandseinsatzentgelt entrichten. Dieses beläuft sich auf 1-2 Prozent der Transaktionssumme und wird auf der Kartenabrechnung ausgewiesen. Wer viel einkauft, muss so schnell 100 Euro und mehr zusätzlich berappen. Vor der Abreise sollte deshalb unbedingt ein Blick ins Kleingedruckte der Kartenbedingungen geworfen werden, damit klar ist, wie hoch die Auslandsgebühr ausfällt. Bei größeren Anschaffungen sollte das Entgelt in jedem Fall berücksichtigt werden. Einige Banken erheben zusätzlich zum prozentualen Entgelt auch eine Grundgebühr von 1-2 Euro je Vorgang: Dies kann besonders teuer werden, wenn viele kleine Rechnungen gezahlt werden müssen, wie es etwa auf einer Kreuzfahrt oder in geschlossenen Club-Anlagen ohne All-Inklusive-Versorgung der Fall ist.

Eine weitere Kostenfalle sind Barverfügungen – ganz gleich ob am Automaten oder am Schalter einer fremden Bank. Die Kosten hierfür fallen auch in Deutschland an, werden aber – da sich im Inland mit der EC-Karte Geld abheben lässt – oft nicht wahrgenommen. Banken stellen meistens einen bestimmten Prozentsatz der abgehobenen Summe in Rechnung – meistens zwischen 3 und 5 Prozent. Die Mindestgebühr beläuft sich in der Regel auf fünf bis sieben Euro je Abhebung. Wer viel Bargeld benötigt, muss deshalb deutlich draufzahlen. Größere Einkäufe sollten deshalb bargeldlos mit der Karte gezahlt werden – ein bis zwei Prozent Auslandsgebühr sind besser als drei oder vier Prozent Barspesen.

Wer mit der Kreditkarte Geld abhebt und es sich in einer Fremdwährung auszahlen lässt, muss oft nicht unerhebliche Verluste durch die Umrechnung des Wechselkurses in Kauf nehmen. Einige Banken erheben auch eine zusätzliche Gebühr für die Auszahlung von Fremdspesen. In vielen Ländern kann am Automaten gewählt werden, ob die Auszahlung in der jeweiligen Landeswährung oder in Euro, Dollar etc. erfolgen soll. Je nach Bedingungen vor Ort kann das eine oder das andere besser sein.

Urlauber sollten bei ihrer Bank unbedingt nach Partnerbanken vor Ort fragen: Oft ist bei denen eine Abhebung per Kreditkarte im Schalterraum zu geringen oder gar keinen Gebühren möglich. Darüber hinaus kann bei diesen Partnerbanken in immer mehr Ländern auch mit der heimischen EC-Karte bezahlt werden. Wer sich rechtzeitig informiert, kann viel Geld sparen.

Vergleichen und ggf. wechseln lohnt

Wer seine Kreditkarte bei einer Bank führt, die auf Reisen sehr hohe Gebühren verursacht, sollte über den Wechsel zu einer anderen Bank nachdenken. Es finden sich viele Institute, bei denen eine separate Kreditkarte ohne zugehöriges Girokonto beantragt werden kann, so dass der Hausbank nicht der Rücken gekehrt werden muss. Die Kreditkarte sollte, wenn sie vorwiegend für den Einsatz im Ausland beantragt wird, ohne Jahresgebühr auskommen und bei Auslandseinsatzentgelt und Barverfügungsgebühr günstig sein. Im Internet lassen sich die Konditionen verschiedener Banken problemlos miteinander vergleichen, so dass eine optimale Karte gefunden werden kann. Wichtig ist es, die Karte frühzeitig zu beantragen: Meist dauert es rund zwei Wochen bis die Visa oder Mastercard im Briefkasten ist. Die neue Karte sollte dann vor der Abreise einmal testweise eingesetzt werden und auch der Blick in unsere Reisecheckliste lohnt sich, damit sie im „Ernstfall“ auch wirklich funktioniert.