Wohin mit der alten Kreditkarte?

Nicht in den Müll werfen!

Sucht man im Internet danach, wie man mit alten Kreditkarten verfährt, so erhält man auf den gängigen Frageplattformen nahezu einstimmig die Antwort, man solle die Kreditkarte zerschneiden oder zerkratzen und einfach in den Müll werfen. Wer das tut, den kommt das unter Umständen aber teuer zu stehen. Die Karten zerschnitten in den Mülleimer zu werfen, ist nämlich nicht so sicher, wie man denkt.

Sicher ist sicher

Wenn man die Kreditkarte nicht mehr braucht oder nicht mehr nutzt, sollte man sie bei der Bank abgeben. Das hat mehrere Gründe: Zum einen besteht die Möglichkeit, dass zerkratzte oder zerschnittene Kreditkarten im Müll gefunden und benutzt werden, wenn Daten wie Namen oder Prüfnummer lesbar oder zusammensetzbar – sind. Zum anderen bleiben Sie im Falle eines Kreditkartenbetrugs auf dem Schaden sitzen, weil keine Versicherung diese Kosten übernimmt. Auch abgelaufene Karten sollten nicht weggeworfen, sondern der Bank übergeben werden – sicher ist sicher.

Was sollte man noch beachten?

Kreditkarten haben oft einen integrierten Versicherungsschutz, zum Beispiel Reiserücktrittsversicherungen. Doch solche Versicherungen sind nur dann sinnvoll und vorteilhaft, wenn man die Kreditkarten richtig nutzt und umsichtig behandelt. Datenraub, Identitätsfälschung und Kartenmissbrauch sind weiter verbreitet, als man denkt. Nicht nur große Unternehmen, sondern auch Privatpersonen sind Hacker-Angriffen ausgesetzt.

Einige Grundsätze im Umgang mit Kreditkarten sollten immer beachtet werden, um Identität und Konto so gut wie möglich zu schützen. Sie sollten beispielsweise Sicherheitsrichtlinien beachten wie sofort auf neuen Kreditkarten zu unterschreiben oder bei Systemen wie 3-D Secure auch sichere Passwörter zu verwenden, die Sie eigens für diesen Account benutzen.

Auch bei PIN-Codes ist es sicherer, komplizierte Zahlenfolgen zu verwenden. Geburtsdatum, Autokennzeichen oder gleiche Ziffern gelten als unsicher. Die Kreditkartendaten selbst sollten Sie nie preisgeben. Dazu gehören neben der PIN-Nummer und dem Sicherheitscode auch die Kartennummer oder das Verfallsdatum.

Die Kreditkarte selbst sollte immer am Mann (bzw. an der Frau) aufbewahrt werden. Und zwar so, dass Taschendiebe kein leichtes Spiel haben. Sollte das doch der Fall sein, können Sie die Karte unter der Notfallnummer sperren lassen. Ihre Kartennummer und die der Sperrzentrale sollten Sie auf einem Zettel notieren, den Sie getrennt aufbewahren.

Ihre Abbuchungen sollten Sie stets genauestens kontrollieren. Vorsicht ist auch bei Online-Transaktionen angebracht: Hier sollten Sie darauf achten, dass Verschlüsselungssysteme verwendet werden, um Ihre Daten zu schützen. Nach Bestellungen lohnt es sich, die Bestellbestätigung auszudrucken. Kreditkarten mit aktuellen Sicherungssystemen finden Sie in unserem Kreditkartenvergleich – jedoch ersetzt auch das ausgetüfftelte Sicherheitssystem nie gänzlich die eigene Wachsamkeit beim Einsatz von Giro- oder Kreditkarten.